Einschätzung zum Boom von den Spezialisten

Kann das Land den zu erwartenden Touristenansturm im Sommer bewältigen?
© zVg

Kroatien verzeichnete 2016 über 16, 3 Millionen Einreisen, was einem satten Wachstum von 9,9% gegenüber Vorjahr entspricht. Auch die Veranstalter in der Schweiz setzen für den Sommer auf das Land an der Adriaküste, erweitern ihr Portfolio markant und nehmen Flüge nach Dubrovnik, Nis, Pula, Split oder Zagreb mit auf.

Wie können sich nun die kleineren Spezialisten behaupten? «Die Tatsache, dass nun beinahe alle TOs Kroatien grosszügig anbieten, ist für uns nur positiv», sagt Klaudija Racic, Inhaberin Croaticum. So würde automatisch mehr in die Werbung investiert und die Kunden auf Kroatien aufmerksam gemacht. Ihr Vorteil als Spezialist sei hierbei, dass sie nicht nur klassische Badeferien und Rundreisen anbieten würden, sondern dem einzelnen Kunden massgeschneiderte Angebote erstellen. «Durch die jahrelangen guten Kontakte zu den Leistungserbringern vor Ort haben wir sehr gute Konditionen, welche wir auch an die Endkunden weitergeben», so Racic.

Dass alle im Team Kroaten seien und die Destination seit Kindesbeinen bestens kennen, verschaffe dem Spezialisten eine zusätzlich starke Marktposition.

DIES SIEHT AUCH MARCO WIPFLI, Inhaber von Meersicht Travel & Lifestyle, ähnlich: «Kraotien hat kristallklares Wasser und wunderbare Strände, ist aber meiner Meinung nach kein Land für reine Badeferien – Kroatien sollte man bereisen.» Für die Beratung benötige man jedoch gute Destinationskenntnisse: «Darüber verfügen mein Team und ich, und das ist unser grosser Vorteil», zeigt sich Wipfli überzeugt. Sie arbeiten vermehrt mit Boutique-Hotels zusammen, welche die grossen TOs nicht anbieten würden. Ein neuer Touristenrekord in Kroatien ist im Sommer absehbar. Kann das Land die zu erwartenden Touristenströme überhaupt bewältigen? «Das werden wir sehen», meint Wipfli. «Es fliegen immer mehr Airlines nach Kroatien, während die Bettenzahl nicht im selben Ausmass steigt.» Meersicht als Spezialist werde jedoch sicherlich für seine Kunden Betten finden.

Ins gleiche Horn stösst auch Racic, denn die Betten seien jetzt schon knapp zu den Spitzenterminen, und ein Trend zu Frühbuchungen sei durchaus erkennbar. «Wer in den Süden fliegt, muss sich sicherlich beeilen, um den Wunschtermin zu sichern», so Racic. Doch das Angebot von Croaticum sei um ein Vielfaches facettenreicher als jenes bei klassischen Pauschalreisen; dies sei ein Pluspunkt.

UND WELCHEN INSIDERTIPP verraten die Spezialisten? Die Insel Vis mit dem pittoresken Dörfchen Komiza und der Bucht Stiniva empfiehlt Wipfli. «Ein Tipp ist auch die Konoba Dionis auf der Insel Sveti Klement – ein einfaches Restaurant mit sensationeller Küche.» Racic empfiehlt ganz generell: «Schauen Sie über den Tellerrand, wagen Sie sich aus der Hotelanlage, kosten Sie die lokalen Köstlichkeiten, fahren Sie einfach mal drauflos und geniessen Sie all die Naturschönheiten!»

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