Feedback: «Das (Still-)schweigen der Lämmer…»

TRAVEL INSIDE Leser Koni Kölbl mahnt zu mehr Transparenz über die Verhandlungen mit dem Seco.
Leser-Zuschrift als Feedback.

Koni Kölbl, Travel-Solutions GmbH, Bern

«Danke Kurt Eberhard für diese hochklassige Insider Kolumne vom 10.07.2020. Mit diesen pointierten Zeilen und Gedanken wird Klarheit geschaffen und der Reisebranche Mut, vielleicht Hoffnung und Zuversicht auf dem Weg zu einer Einheitsstimme geschenkt. Es tut vielen gut, solches zu lesen.

Ja, es gibt sie noch, die Menschen, die offen und ideenreich die Krise zu packen wissen. Verbände, Organisationen, Einkaufsgemeinschaften, Gruppierungen und vor allem Frauen müssen eine Einheit bilden. Wir müssen lernen, über zwischenmenschliche Differenzen hinaus zu denken und zu handeln.

Wenn SRV/STAR/TPA ihre vorhandenen Stärken (man spricht ja von einer Task-FORCE) gezielter einsetzen würden, würden die Ziele eventuell schneller und effizienter erreicht. Dank seines enormen Einsatzes hat André Lüthi für die Branche in Bundesbern sehr viel erreichen können. Dies wird ihm branchenweit hoch angerechnet. Sonja Laborde als TPA-Präsidentin aus dem Waadtland hätte bei Gesprächen mit BR Parmelin bestimmt sehr gute Karten. Bonus des gleichen Kantons, der gleichen Kultur. Braucht die «Task-Force» Strategen, um die vorhandenen Kräfte gezielter einzusetzen?

Es herrscht bekannterweise in Richtung Basis das vom Seco verordnete Stillschweigen. Letzteres kommt so an, dass sich die Basis sich nach wie vor wie eine Schafherde zu verhalten hat. Meines Wissens stärkt es das Wohlbefinden jedes Menschen, wenn ihm Anrecht auf Gehör, Austausch, Offenheit und Klarheit geschenkt werden. Der Spruch ‚Hilfe kommt‘ ist nur glaubwürdig, wenn man weiss wann und wie diese Hilfe kommt. Sogar der Grund dieses Stillschweigens ist per se nicht bis zur Basis gedrungen. Ist es einem Seco und einer Task Force eigentlich bewusst, dass ein Informationsstopp zu Unsicherheit, Misstrauen, Resignation führen kann? Das Wesentliche gezielt und präzis zu kommunizieren wäre doch wohl von Nöten – denn aus Fehlinformationen wie anlässlich der Frohbotschaft betreffend der KAE vom 01.07. entstehen nur Enttäuschungen.»