Risikoübersicht der Woche 8: Damit müssen Reisende rechnen

Die Reiserisiken der Woche mit dem Monitoring-Unternehmen A3M. Damit ist in der Woche vom 17. Februar bis 24. Februar 2020 zu rechnen: Streik im Bahnverkehr und Generalstreik in Frankreich, Landesweite Proteste zum Jahrestag der Ermordung eines Journalisten sowie Parlamentswahlen im Iran.

TRAVEL INSIDE präsentiert jede Woche eine Risikoübersicht für Reisende und Reiseanbieter: In Zusammenarbeit mit der Gefahren-Monitoringfirma A3M wird eine Übersicht der zu erwartenden Ereignissen publiziert, die das Reisen in der kommenden Woche beeinträchtigen könnten.

Montag, 17. Februar 2020: Landesweiter Streik im Bahnverkehr, Frankreich

Mehrere Gewerkschaften in Frankreich haben für Montag, 17. Februar, zu einem «schwarzen Montag» im Bahnverkehr aufgerufen. Im Fall von Streikmassnahmen ist mit grösseren Einschränkungen im Bahnverkehr zu rechnen. Verspätungen und Zugausfälle sind zu erwarten. Auch vor und nach den offiziellen Streikzeiten kann es aus organisatorischen Gründen zu Einschränkungen kommen. Reisende sollten Verspätungen in ihrer Reiseplanung berücksichtigen und sich vor Antritt ihrer Reise bei ihrem Reiseveranstalter nach den aktuellen Informationen erkundigen.

Dienstag, 18. Februar 2020: Streik im öffentlichen Dienst, Griechenland

Am Dienstag, 18. Februar, findet in Griechenland ein Streik im öffentlichen Dienst statt. Beschäftigte der Luftfahrtkommunikation schliessen sich dem Streik an, weswegen Einschränkungen im Flugverkehr zu erwarten sind. Falls es zu Streikmassnahmen kommt, ist mit Verspätungen und Flugausfällen zu rechnen. Bereits vor und nach den offiziellen Streikzeiten kann es zu diversen Einschränkungen kommen. Reisende erhalten Informationen zu eventuell auftretenden Verspätungen oder Ausfällen bei ihrer Fluglinie oder ihrem Reiseveranstalter.

Donnerstag, 20. Februar 2020: Generalstreik, Frankreich

Für Donnerstag, 20. Februar, haben mehrere Gewerkschaften in Frankreich zu einem erneuten nationalen Generalstreik aufgerufen. Bei vergangenen Streiks waren die Auswirkungen im Fern- und Flugverkehr gering, lokale Verkehrseinschränkungen sind aber möglich. Es ist mit Einschränkungen im öffentlichen Leben, Verkehrsbehinderungen und erhöhten Sicherheitsvorkehrungen zu rechnen. Reisende sollten darauf achten, Proteste, und Menschenansammlungen zu meiden und den Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge leisten.

Freitag, 21. Februar 2020: Landesweite Proteste zum Jahrestag der Ermordung eines Journalisten, Slowakei

Am Freitag, 21. Februar, kommt es im ganzen Land zu Kundgebungen anlässlich des zweiten Jahrestags der Ermordung des Journalisten Ján Kuciak. Es ist mit erhöhten Einsätzen von Sicherheitskräften zu rechnen. Gewaltsame Zusammenstösse zwischen Ordnungskräften und Demonstranten sind möglich. Reisende sollten Demonstrationen, Strassenblockaden, Menschenansammlungen und Aufmärsche von Sicherheitskräften weiträumig meiden und Acht geben.

Freitag, 21. Februar 2020: Parlamentswahlen, Iran

Im Iran finden am Freitag, 21. Februar, Parlamentswahlen statt. Mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen ist besonders am Wahltag zu rechnen. Bereits im Vorfeld sind Demonstrationen möglich, welche zu lokalen Verkehrseinschränkungen führen können. Reisende sollten Demonstrationen und Proteste meiden, in der Nähe von politischen Veranstaltungen und Einrichtungen erhöhte Vorsicht walten lassen sowie Anweisungen der Sicherheitskräfte befolgen.

Samstag, 22. Februar 2020: Landesweite Proteste zum Jahrestag der algerischen Protestbewegungen, Algerien

Am Samstag, 22. Februar, sind anlässlich des ersten Jahrestags der Proteste von 2019 erneute Kundgebungen im ganzen Land möglich. 2019 protestierten tausende Demonstranten gegen eine weitere Amtszeit des damaligen Präsidenten Abd al-Aziz Bouteflika. Mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen ist zu rechnen, lokale Verkehrseinschränkungen sind ebenso möglich. Gewaltsame Zwischenfälle können nicht ausgeschlossen werden und Reisende sollten Demonstrationen meiden sowie den Anweisungen der Behörden folgen.

Anhaltende Ereignisse

Ergänzend zu den oben aufgeführten Ereignissen gibt es andauernde Vorkommnisse. Der Coronavirus breitet sich in China weiter aus und es gibt immer mehr Todesfälle. Auch ausserhalb Asiens werden neue Fälle diagnostiziert, diese halten sich europaweit aber noch in Grenzen. Dies hat Auswirkungen auf den Reiseverkehr – Informationen hierzu erteilen die zuständigen Reiseveranstalter und Airlines. Im Bundesstaat Queensland sind weiterhin starke Regenfälle zu verzeichnen während im Südosten Australiens nach wie vor Brände wüten. Die angespannte Lage im Iran und Irak führt immer noch zu Einschränkungen im Flugverkehr. Die Staatstrauer aufgrund des Todes des Sultans im Oman hält weiter an.

Reisende, die sich über diese und andere Veranstaltungen informieren möchten, können die Global Monitoring App für Smartphones nutzen. Sie enthält aktuelle Benachrichtigungen, Verhaltensinformationen und Warnungen und informiert aktiv über Gefahren am Standort oder am Reiseziel.

Die App ist für Android- und iPhone-Geräte verfügbar:

Google Play: https://play.google.com/store/apps/details?id=greenzone.ug.globalmonitoring
App Store: https://itunes.apple.com/de/app/global-monitoring/id1297008325?mt=8

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