Auch Ständerat stimmt für SBB-Stationshalter

Die Motion, dass SBB-Drittverkaufsstellen noch nicht im nächsten Jahr geschlossen werden sollen, nimmt die nächste Hürde.
Der Bahnhof Islikon beispielsweise wird von einer privaten Stationshalterin betrieben.

Hoffnung für die privaten SBB-Stationshalter: Nach dem Nationalrat hat gestern Mittwoch auch der Ständerat für die Motion gestimmt, welche die geplante Schliessung von 52 SBB-Drittverkaufsstellen aussetzen will. Zu diesen Verkaufsstellen gehören Avec- und Migrolino-Shops, aber eben auch die Stationshalter, die teils in Kombination mit einem Reisebüro an den Bahnhöfen Billette verkaufen. Diese sollen Anfang 2018 geschlossen werden; mit dem Moratorium, das die Motion durchsetzen will, würde dies bis mindestens 2020 verzögert.

Die SBB teilt mit, dass sie den Entscheid der Politik ernst nehme. Man warte nun, was der Bundesrat vorschlage, und werde dann mit den Partnern die konkrete Umsetzung besprechen. An der grundsätzlichen Strategie wolle man aber festhalten; schliesslich habe das Wachstum auf den digitalen Kanälen im ersten Halbjahr 2017 bereits wieder 34% betragen. «Mit den Stationshaltern haben wir zudem mit dem Angebot zur finanziellen Abgeltung für ÖV-Beratungsleistungen für eine Übergangszeit von zwei Jahren eine gute Alternative gefunden», sagt Alberto Bottini, Leiter Vertrieb & Services SBB Personenverkehr. (TI)

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