Zu teuer: Gas statt Strom bei Hertz

Der Autovermieter verkauft einen Grossteil seiner E-Auto-Flotte.
Elektrofahrzeug, E-Auto, Ladestation, E-Mobilität

Der Autovermieter Hertz wird 20’000 Elektrofahrzeuge aus seiner US-Flotte verkaufen und durch benzinbetriebene Autos ersetzen. Nachdem Hertz mit dem Kauf von E-Autos und Partnerschaften zur Entwicklung von Ladestationen führend in der Autovermietungsbranche war, verabschiedet sich das Unternehmen aus seiner Vorreiterrolle in Sachen E-Mobilität.

Einen Teil des Erlöses will Hertz dazu verwenden, gasbetriebene Fahrzeuge als Ersatz für die E-Autos zu kaufen – «um die Kundennachfrage zu befriedigen», heisst es in einer Meldung der Firma an die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission. Der Verkauf betrifft etwa ein Drittel seiner weltweiten Elektrofahrzeugflotte von Hertz.

Als einen Grund für den Kurswechsel nannte Hertz höhere Kosten im Zusammenhang mit Kollisionen und Schäden. Bei einer Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des dritten Quartals im Oktober hatte CEO Stephen Scherr  Schritte angekündigt, um das Problem der erhöhten Schadenskosten für Elektrofahrzeuge anzugehen. Diese verursachten bis zu doppelt so hohe Schadensummen wie konventionelle Verbrennerfahrzeuge.

Das Unternehmen plane, seine Strategie rund um Elektrofahrzeuge weiter umzusetzen und «den Kunden eine große Auswahl an Fahrzeugen anzubieten», heisst es weiter in der Meldung. Hertz werde ausserdem die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge weiter ausbauen, die Beziehungen zu Elektrofahrzeugherstellern ausbauen und weiterhin Richtlinien und Schulungsinstrumente implementieren, «um das Elektrofahrzeugerlebnis für Kunden zu verbessern».

Im September 2022 hatte der Autovermieter angekündigt, in den folgenden fünf Jahren bis zu 175’000 GM-Elektrofahrzeuge zu kaufen. Das Unternehmen kaufte auch Tesla und Polestar. 

(Business Traveltip)

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