Boeing muss die Einführung der 777X-Reihe verschieben

    Die Probleme des Luftfahrtkonzerns reissen nicht ab und könnten ihn einen prestigeträchtigen Auftrag kosten.
    ©Boeing

    Nach dem Debakel um die Baureihe 737 Max muss der US-Luftfahrtkonzern Boeing die Einführung der Ultralangstreckenversion des neuen Modells 777X verschieben. Das Unternehmen habe den Zeitplan des Entwicklungsprogramms für die Variante 777-8 überprüft und angepasst, teilte ein Konzernsprecher mit. Der Grund seien Triebwerkprobleme.

    Man halte aber an dem Flugzeugtypen fest und arbeite eng mit dem Triebwerklieferanten GE zusammen. Bei der Baureihe 777-9 – die eine kürzere Reichweite hat – strebe Boeing weiterhin erste Auslieferungen für das Jahr 2020 an. Boeing liegen nach eigenen Angaben vom Juli Bestellungen für insgesamt 344 Flugzeuge vom Typ 777X in beiden Varianten vor. Keine Angaben machte Boeing zum neuen Zeitplan.

    Der verspätete Zeitplan könnte dem US-Konzern einen prestigeträchtigen Auftrag kosten. Denn die australische Airline Qantas will ab 2023 die Route Sydney-London aufnehmen – den längsten Flug der Welt. Dieser Auftrag könnte nun an Airbus gehen. (TI)

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