Kosten-Chaos auf dem Bürgenstock?

Offenbar warten viele Bauunternehmen bis heute auf ihr Geld.
© Bürgenstock Hotels AG

Nach der Eröffnung des 550 Millionen Franken teuren Bürgenstock-Resorts scheint es einige Querelen mit Bauunternehmen zu geben, die auf ihren Rechnungen sitzen geblieben sind. Laut der «Luzerner Zeitung» gibt es Betreibungen in Millionenhöhe, Verhandlungen bei der Schlichtungsbehörde und drohende Prozesse.

Trotz Geheimhaltungsklausel äussert sich ein Unternehmer gegenüber der Zeitung: «Am Anfang lief es gut. Dann kam es zu Problemen aufgrund dauernder Änderungswünsche und der Koordination.» Und der Mann sagt weiter: «Traten Fehler auf, war nie die Bauherrschaft schuld, sondern immer wir.» So kam es auch, dass Rechnungen nicht beglichen wurden mit der Begründung, die Arbeit sei nicht ordnungsgemäss ausgeführt worden.

Der Zeitung zufolge haben sich Betreibungen in Höhe von CHF 4,7 Mio. gegen die Bürgenstock Hotels AG aufgetürmt. Es sei schon zu Verhandlungen bei der Schlichtungsbehörde gekommen, mehrere Unternehmer hätten erklärt, falls es zu keiner gütlichen Einigung komme, werde der Gerichtsweg beschritten.

Jonas Reif, Communications Manager der Bürgenstock Hotels AG, wird dazu folgendermassen zitiert: «Bei so grossen Bauprojekten sind solche Vertragsklauseln üblich. Bei so grossen Bauprojekten lässt es sich in der Regel nicht vermeiden, dass es Zulieferer oder Berater gibt, mit welchen man sich nicht einig wird.» Zudem würde sich die Bürgenstock Hotels AG nicht zu laufenden Verhandlungen äussern. (MICE-tip)

 

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