Österreich verliert Schweizer Ski-Gäste

Die Schweizer ziehen die Schneesicherheit in der Heimat den vollen Pisten in Österreich vor.
© Philipp Horak / Ötztal Tourismus

In den vergangenen Jahren freute sich Österreich über stetig wachsende Zahlen an Übernachtungen von Schweizer Wintergästen. Der günstige Franken-Eurokurs lockte die Eidgenossen nach Tirol, Vorarlberg und Co. Nun scheint der Aufwärtstrend jedoch gestoppt, zugunsten der Schweizer Skigebiete. Dies hat die «Schweiz am Wochenende» aus Zahlen von Statistik Austria und einer Umfrage unter Schweizer Tourismusbüros zusammengerechnet. Demnach gingen die Logiernächte von Schweizern in Österreich von November bis Februar um 37’500 Logiernächte oder 2,2% zurück. Besonders getroffen hat es Vorarlberg und Tirol.

Österreichische Tourismusverantwortliche begründen den Rückgang mit kürzeren Weihnachts- und Neujahrsferien und einer schlechten Schneelage. Unter diesen Vorzeichen mussten jedoch auch Schweizer Skiorte wirtschaften. Diese melden nun beinahe durchs Band  eine Zunahme bei den einheimischen Gästen. Das Engadin habe bis Ende Februar sogar um 13,4% gegenüber Vorjahr zugelegt, Davos Klosters sowie Zermatt um 4%. «Die Schweizer kehren tatsächlich zurück», wird Reto Branschi, Direktor der Destination Davos Klosters, in der Zeitung zitiert. Überfüllte Pisten und Restaurants sowie nachlassende Freundlichkeit sprächen bei den Gästen gegen Österreich. Dagegen biete die Schweiz mehr Schneesicherheit, wird Pascal Jenny, Kurdirektor von Arosa Lenzerheide zitiert.

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