Gastgewerbe und Tourismus sind in einer existenziellen Notlage

Bereits vor dem Lockdown hatte die Branche massive Umsatzeinbussen zu bewältigen.
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Der Bundesrat hat seine Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie drastisch verschärft und die Schliessung von Restaurants, Bars und Clubs im gesamten Land verordnet. Infolge der Corona-Krise ist im Gastgewerbe und Tourismus die Existenz zahlreicher Betriebe gefährdet. Ohne sofortige Unterstützungsmassnahmen seitens des Bundesund der Kantone wird die Branche nachhaltigen und irreversiblen Schaden erleiden. Die Branche würdigt ausdrücklich das Engagement des Bundesrates und der Kantonsregierungen zur Eindämmung des Corona-Virus sowie die bisher getroffenen Unterstützungsmassnahmen für die Wirtschaft. Siefordert jedoch die rasche Umsetzung weiterer Unterstützungsmassnahmen, um den totalen Kollaps zu verhindern.

Mutige Schritte zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen

Bereits vor dem Lockdown hatten das Gastgewerbe und die Tourismusbranche massive Umsatzeinbussen zu bewältigen. Mit dem Lockdown kommt die Branche nun beinahe zum Stillstand. Die Umsatzeinbussen werden dadurch mehrere Milliarden betragen. Deshalb fordert die Branche den Bundesrat und die Kantone auf, dringendst notwendige Massnahmen zur Überbrückung der Engpässe schnellstmöglich einzuleiten. Gemäss einer Umfrage von GastroSuisse ist der Umsatz im Gastgewerbe in den letzten zwei Wochen durchschnittlich um einen Drittel eingebrochen. Die Branche hat zwischen dem 28. Februar und 12. März hochgerechnet 382.2 Millionen Franken an Umsatz eingebüsst. Auch in der Hotellerie ist der Rückgang des Umsatzes hoch. Laut einer Umfrage von HotellerieSuisse werden sich die Umsätze im März fast halbieren (-45 Prozent). Die Umsatzeinbussen allein in der Hotellerie werden sich bis Ende März auf bis zu 450 Mio. Franken summieren.

Gemäss Satellitenkonto 2018 erzielt der Tourismus mit Gesamteinnahmen von 47 Mrd. Franken eine direkte Bruttowertschöpfung von über 19 Mrd. Franken –was einem Anteil von 2,9 Prozent an der gesamtwirtschaftlichen direkten Bruttowertschöpfung der Schweiz entspricht. Die Gastronomie erzielte 2018 einen Ausser-Haus-Konsumvon23 Milliarden Franken. (MICE-tip)

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