Hurtigruten verliert Monopol für Postschiffreisen

Sie muss sich die Konzession für die Küstenroute neu mit der norwegischen Reederei Havila Kystruten teilen.
Hanseviertel

2021 brechen in der norwegischen Küstenregion neue Zeiten an: Der Staat löst das Monopol für Postschiffreisen komplett auf, sodass ab März des kommenden Jahres die Route zwischen Bergen und Kirkenes nicht mehr nur von den Schiffen der Hurtigruten-Reederei bedient wird. Hurtigruten AS muss sich die Konzession für die Küstenroute von 2021 bis 2030 mit der norwegischen Reederei Havila Kystruten teilen.

Vier neue und umweltfreundliche Schiffe nehmen den Betrieb auf und übernehmen von den elf Hurtigruten-Abfahrten deren vier. Die Routen, wie auch die Abfahrtszeiten, sind identisch und auch für Havila gelten alle Auflagen des norwegischen Staates für Postschiffreisen, unter anderem hohe Umweltstandards. Die vier Havila-Schiffe werden aktuell in der Türkei und Spanien gebaut. Die Schiffe der gleichen Baureihe werden die Namen Capella, Castor, Polaris und Pollux tragen und per Batterie und Flüssigerdgas (LNG) angetrieben. Ob alle vier Schiffe rechtzeitig fertig werden, ist allerdings noch unklar, wie norwegische Medien berichten. Die spanische Werft Hijos de J. Barreras, die zwei der Schiffe bauen sollte, hat den Auftrag wegen finanzieller Probleme gekündigt.

Mehrheitlich Aussenkabinen

Die Schiffe verfügen über 179 Kabinen in verschiedenen Kategorien und bieten nur eine kleine Zahl an Innenkabinen, mehrheitlich sind grosszügige Aussenkabinen und Suiten zu haben. Nebst den Kabinenbereichen auf vier Decks verfügen die Schiffe über einen 24h-Kiosk, grosse Freiareale, einen Panoramasalon mit Panoramabar, ein kleines Fitnessstudio sowie ein Jacuzzi an Deck. Während der Rundreise können sich die Passagiere in zwei Restaurants mit regionaler, saisonaler Küche verwöhnen lassen. (TI)

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