QV 2019: 108 Lernende haben bestanden, sieben leider nicht

Wermutstropfen: Für den Lehrbeginn 2019 wurden erstmals weniger als 100 neue Lehrverträge abgeschlossen.

Die Würfel sind gefallen, die Noten des Qualifikationsverfahrens (QV) sind bekannt. Von Mai bis Juni haben insgesamt 115 (Vorjahr 129) Kandidaten die mündlichen und schriftlichen Branchenprüfungen absolviert, davon 17 Lernende in der Westschweiz. Acht Erfahrungsnoten aus den Arbeits- und Lernsituationen ALS und Prozesseinheiten PE werden im Mittel über die gesamte Lehrzeit bewertet und als Erfahrungsnote aufgeführt.

In der leicht geänderten 30-minütigen mündlichen Prüfung steht das Beratungsgespräch im Vordergrund. Die Lernenden wurden jedoch vertiefter von den Experten auf ihr Fachwissen geprüft. In der zweistündigen schriftlichen Branchenprüfung werden die Leistungsziele aus der Lern- und Leistungsdokumentation abgefragt.

Folgende effektive, nicht gerundete Durchschnittsnoten wurden erreicht – im Vergleich dazu in Klammern die Noten von 2018:

Erfahrungsnoten: 5.09 (5.16)
Mündlich: 4.70 (4.92)
Schriftlich: 3.81 (4.25)
Betrieblicher Teil gesamt: 4.67 (4.89)

Die Topresultate – Gesamtnote betrieblicher Teil (effektive Schlussnote)

Chiara Fierro Hotelplan Suisse 5.4
Marine Gouffon Romontours  5.4
Noemi Zurbuchen Kuoni Reisen / DER Touristik Suisse 5.3
Samy Yanick Schlegel Arrow Tours B. Rey 5.3
Samira Keller Knecht Reisen 5.3
Carol Ernst Hotelplan Suisse 5.3

Sieben Kandidaten haben die Prüfung nicht bestanden, sechs davon aufgrund einer ungenügenden Note im mündlichen und schriftlichen Teil. «Das Resultat ist ernüchternd, zeigt aber auch auf, dass unsere Ausbildung anspruchsvoll und fordernd ist», schreibt der Schweizer Reise-Verband (SRV) hierzu. «Während der Lehrzeit ist voller Einsatz gefordert, damit das QV erfolgreich abgeschlossen werden kann – nicht nur von den Lernenden, auch von ihren Berufsbildnern.» 

Erstmals überhaupt weniger als 100 neue Lernende in der Reisebranche

Nach den Sommerferien starten die neuen Lernenden der Generation 2019-2022 mit ihrer Ausbildungszeit. Nach aktuellem Stand sind dies 96 (129 im letzten Jahr) Kandidaten, 83 (114) in der Deutschschweiz und 13 (15) in der Westschweiz. Dies sind – im Vergleich zum Vorjahr – rund 25% weniger neue Lehrverträge und erstmals überhaupt weniger als 100. Muss sich die Reisebranche langsam Gedanken machen?

Eine ausführliche Analyse lesen Sie im neuen TRAVEL INSIDE, das am 25. Juli erscheint. (TI)

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