Mehr automatische Passkontrollen am Flughafen Zürich

Gestern wurde der Umbau der Passkontrollhalle abgeschlossen.
© Kantonspolizei Zürich

Die Wartezeiten bei der Passkontrolle sorgten in den letzten Monaten öfters für einen Aufreger am Flughafen Zürich. Nun wurde das Nadelöhr entschärft: Rechtzeitig vor der Sommer-Hochsaison hat die Flughafenbetreiberin zusammen mit der Kantonspolizei Zürich den Umbau in der Passkontrollhalle abgeschlossen. Einerseits ist zusätzlicher Platz für Kontrolleinheiten und Passagiere bei der Einreise geschaffen worden. So sind bei der Lokalausreise sechs zusätzliche bediente Schalter entstanden. Gleichzeitig wurden gestern Donnerstag aber auch fünf automatisierte Schleusen bei der Ausreise in Betrieb genommen. Damit verfügt der Flughafen nun über acht automatische Schleusen bei der Einreise und fünf bei der Ausreise.

Bei einer automatisierten Passkontrolle übertritt ein Passagier selbständig die Schengengrenze, indem die biometrischen Daten des Passes genutzt werden. Die automatisierte Passkontrolle am Flughafen Zürich ist für Passagiere freiwillig und kann von Personen über 18 Jahren mit einem biometrischen Pass, welche Schweizer, EU- oder EWR-Bürger sind, benutzt werden. Es werden keine Personendaten gespeichert. Die bedienten Passkontrollschalter können weiterhin ohne Einschränkung genutzt werden.

Die Pilotphase der automatisierten Schleusen, die seit September 2017 lief, ist gemäss dem Flughafen damit erfolgreich über die Bühne gegangen. Die Gesamtkosten für die Erweiterung der Passkontrollhalle und die Installation der zusätzlichen Schalter und Schleusen belaufen sich auf rund CHF 8 Mio. Diese Kosten werden von der Flughafenbetreiberin, dem Kanton Zürich und dem europäischen Fonds für die innere Sicherheit gemeinsam getragen. (TI)

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