Passagiere sollen die Swiss am Duft erkennen

Die Schweizer Airline will sich mit Swissness innerhalb der Lufthansa-Gruppe abheben.
Swiss Alpine Lounge, Zurich Airport. ©TI

Im deutschen Lufthansa-Konzern findet seit Jahren eine spürbare Angleichung der Airline-Töchter statt. Vor allem beim Fluggerät und der Kabinen-Ausstattung der Flugzeuge, damit diese innerhalb der Gruppe einfacher ausgetauscht werden können. Die Swiss bemüht sich, trotz dieser technischen Annäherungen, ihr Image als echte Schweizer Airline zu bewahren. Die zeigen unter anderem die Werbekampagnen und die Amenity-Kits, die wesentlich mit Schweizer Produkten von Firmen wie Victorinox oder Zimmerli bestückt werden. Alles, was nicht Flugzeug ist, soll schweizerisch sein, ist das Motto.

Künftig sollen die Kunden die Swiss auch riechen können. «Wir möchten in Zukunft stärker mit einem Swiss-spezifischen Duft arbeiten», so Swiss-Kommerzchef Tamur Goudarzi-Pour zur «SonntagsZeitung». Auch der Duft solle aus der Schweiz stammen, und er soll Passagiere nicht nur beim Flug selber begleiten, sondern auch an anderen Berührungspunkten mit der Airline. Das könnte bedeuten, dass man am Flughafen, etwa am Check-in-Schalter oder in der Lounge, bereits mit dem Duft konfrontiert wird, nach dem später an Bord das Erfrischungstuch riecht.

Duftmarketing setzen auch Warenhäuser und andere Grossverteiler ein. Zum einen helfen Düfte, eine Marke im Unterbewusstsein der Kunden regelrecht einzubrennen und sollen andererseits den Kaufentscheid fördern. Für die Airline heisst das: Swissness sei ein wichtiger Faktor, um sich abzuheben und Kunden zu gewinnen, nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Ausland, so Goudarzi-Pour. Internationale Passagiere machen das Swiss-Streckennetz erst möglich. Allein mit einheimischen Passagieren liessen sich laut Swiss-Chef Thomas Klühr gerade mal fünf Langstreckendestinationen betreiben. (TI)

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