Finanzkommission unterstützt Mehrweggeschirr bei Veranstaltungen

Für die Kommissionsmehrheit besteht angesichts der Klimadebatte im Grossen Rat in der letzten Sommersession Handlungsbedarf.
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Die Mehrheit der Finanzkommission des Berner grossen Rates will die Pflicht, bei Veranstaltungen Mehrweggeschirr zu verwenden, nicht aufheben. Sie lehnt eine entsprechende Parlamentarische Initiative ab. Dabei geht es um eine Bestimmung in der Gastgewerbeverordnung, die seit Anfang Jahr in Kraft ist. Demnach gilt für Einzelbewilligungen von Anlässen im Grundsatz die Pflicht, Mehrweggeschirr zu verwenden. Die Initiantinnen und Initianten wollen diese Pflicht wieder aufheben. Sie argumentieren, dass die Veranstalter dadurch grosse Mehraufwendungen haben. Zudem sei der Nutzen des Mehrweggeschirrs nicht unumstritten.

Kanton könnte Vorbildfunktion übernehmen

Für die Kommissionsmehrheit besteht angesichts der Klimadebatte im Grossen Rat in der letzten Sommersession Handlungsbedarf. Der Kanton könne mit dem Gebrauch von Mehrweggeschirr eine Vorbildfunktion übernehmen. Zudem seien Ausnahmen möglich, wenn dessen Einsatz zu einem unverhältnismässigen Aufwand führe oder ökologisch nicht sinnvoll wäre. Dies ermögliche eine pragmatische Umsetzung mit Augenmass. Die Umstellung auf Mehrweggeschirr bringe zwar einen zusätzlichen Aufwand. Dieser sei aber vertretbar und ermögliche neue, kreative Lösungen. Die Regierungsstatthalterämter bemühten sich um eine praxisnahe und kantonsweite koordinierte Anwendung der Bewilligungspraxis. Bisher seien kaum Klagen von Veranstaltern bekannt. (MICE-tip)

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