Wer findet den Fuchs?

Die Firma Swisscovery bietet seit 2001 Schnitzeljagden in verschiedenen Schweizer Destinationen an, die sich hervorragend als Incentive eignen.
Lugano

Die Idee zu Foxtrail entstand aus einer privaten «Not» heraus. Fredy Wiederkehr, ehemaliger Leiter der Wirtschaftsförderung Berner Oberland, hatte regelmässig seinen Bruder mit Familie aus den USA zu Besuch. Nachdem sie bei den ersten Visiten alle bekannten Sehenswürdigkeiten rund um Thun besichtigt hatten, musste ein neues Unterhaltungsprogramm her. Als ehemaliger Pfadiführer kam Fredy Wiederkehr auf den Gedanken, eine Schnitzeljagd zu veranstalten. Diese kam bei der Familie so gut an, dass bei Wiederkehr schon bald die Idee heranreifte, die Schnitzeljagd zu kommerzialisieren. 2001 gründete er zu diesem Zweck die Firma Swisscovery GmbH. In seiner Freizeit entwickelte er verschiedene Testtrails rund um den Thunersee, drei Jahre später gingen bereits 1000 Verfolger auf den sogenannten Foxtrails auf Entdeckungstour.

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Neu nun auch in Lugano

Inzwischen werden die Foxtrails in neun Revieren in der Schweiz angeboten (in den acht Städten Basel, Bern, Luzern, St.Gallen, Thun, Zürich, Lausanne und Lugano sowie in der Region Aargau). «Damit decken wir seit diesem Jahr die ganze Schweiz mit Foxtrails ab», freut sich Thomas Bösiger, Head of Marketing and Sales. Rund 40 Trails umfasst das Angebot, das weiter wachsen soll. So gibt es seit Mitte Juli in Zürich den neuen Trail «Prometheus » und eine Expansion nach Süddeutschland ist angedacht. «Wir erhalten laufend Anfragen von Städten oder Regionen, ob wir bei ihnen nicht auch einen Foxtrail entwickeln könnten», erzählt Bösiger, doch bis ein Foxtrail fertig geplant sei, dauere es rund ein Jahr. «Die Parcours tüftelt immer noch Firmengründer Fredy Wiederkehr selber aus, inzwischen hat er aber Unterstützung erhalten», verrät Bösiger.

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Buchungen auch kurzfristig möglich

Die Foxtrails eignen sich auch hervorragend als Incentives für Firmen oder Gruppen. Als Gruppe ab 19 Personen kann man online eine Offerte auslösen und eine der vier Eventmanagerinnen von Swisscovery meldet sich beim Interessenten. Kleine Anpassungen der Routen können vorgenommen werden. So beginnen die Trails im Normalfall beim Bahnhof, «falls es der Kunde aber wünscht, kann die Gruppe auch beim Firmensitz starten», erklärt Bösiger das Vorgehen. Ausserdem arbeitet Swisscovery mit verschiedenen Gastronomiebetrieben zusammen, sodass beispielsweise nach dem Stadtabenteuer ein Apero oder ein Abendessen angeboten werden kann.

Dadurch dass die Gruppen, die aus fünf bis sechs Personen bestehen, 15 Minuten zeitversetzt starten und jeweils verschiedene Trails angeboten werden, können Gruppen bis zu dreihundert Personen teilnehmen. «Selbst während der Hochsaison im Juni, August und September konnte bis jetzt praktisch jede Anfrage durchgeführt werden», versichert Bösiger. Die urbanen Entdeckungstouren sind das ganze Jahr über möglich, es sei denn in der jeweiligen Stadt findet ein grosser Anlass statt, der die Trails tangiert. «Nur in Thun, St.Gallen und im Aargau herrscht von Dezember bis Ende Februar Winterpause», präzisiert Bösiger. Wer sich für einen Foxtrail interessiert, kann sich sogar sehr kurzfristig – das heisst eine Woche im Voraus – anmelden, «Gruppen buchen aber in der Regel ein bis drei Monate im Voraus», erklärt Thomas Bösiger. www.foxtrail.ch

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