Saint Lucia bittet Gäste zur Kasse

Wofür das Geld verwendet werden soll, steht auch schon fest.

Es ist beschlossene Sache: Per 1. April erhebt die Regierung von Saint Lucia eine Tourismusabgabe, die «Tourist Accomodation Fee» (TAF). Alle Gäste von mindestens 16 Jahren müssen dann USD 3 bei einem Übernachtungspreis von bis zu USD 120 und USD 6 bei mehr als USD 120 pro Nacht zahlen. Die Abgabe gilt bei allen Übernachtungen in Hotels, Gästehäusern, Villen und Apartments – egal, ob die Unterkunft über einen Reiseveranstalter, Reisebüro oder direkt gebucht wurde.

Bei Buchungen über Online-Portale wie Airbnb oder Vrbo werden sieben Prozent des Gesamtübernachtungspreises als Touristensteuer erhoben.

Klar ist auch schon, wie die Einnahmen durch die neue Steuer eingesetzt werden sollen: Mit dem Geld sollen die Marketingaktivitäten der Saint Lucia Tourism Authority (SLTA) und die touristische Entwicklung des Inselstaats finanziert werden. Davon würden alle Akteure der Branche profitieren, sagt Tourismusminister Dominic Fedee. «Unsere Aufgabe ist es, das Image von Saint Lucia auf dem weltweiten Tourismusmarkt zu verbessern. Wir können dies jedoch nicht allein tun und brauchen die Unterstützung unserer Branchenpartner. Nur so kann sich Saint Lucia auf dem hart umkämpften Tourismusmarkt behaupten.»

Saint Lucia zieht jährlich etwa 350’000 Übernachtungsgäste aus aller Welt an. Das Ziel des SLTA: Bis 2022 soll die Zahl auf 541’000 Gäste anwachsen. (TI)

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