«Verschandelung»: Hotel-Anlage in Spanien für «illegal» erklärt

Der zehnjährige Rechtsstreit hat ein Ende: Spaniens Oberster Gerichtshof hat den Bau der umstrittenen Hotelanlage «El Algarrobico» für illegal erklärt. Die Naturschützer feiern.
Die spanische Hotelanlage «El Algarrobico»
Naturschützer im Kampf gegen die spanische Hotelanlage «El Algarrobico» (Quelle: Greenpeace)

Die spanische Hotelanlage «El Algarrobico» in der Nähe von Almeria galt als Symbol einer Verschandelung der Natur. Deshalb kämpften Umweltschützer jahrelang gegen dieses Projekt. Jetzt haben sie Grund zum Feiern: Nach einem mehr als zehnjährigen Rechtsstreit hat Spaniens Oberster Gerichtshof den Bau einer umstrittenen Hotelanlage in einem Naturpark im Südosten des Landes für illegal erklärt, schreibt «Spiegel online». Die Richter sollen in Madrid entschieden haben, dass das Gelände an einem der letzten naturbelassenen Strände in der Gegend von Carboneras nicht hätte gebaut werden dürfen. Was  mit der Anlage jetzt passiert, ist unklar. Weil die Regionalregierung von Andalusien das Vorhaben zunächst gebilligt hatte, konnte mit dem Bau begonnen werden. 2005 ordnete ein Gericht einen Stopp der Bauarbeiten an.

Der oberste Gerichtshof von Andalusien in Granada erklärte den Bau 2012 dann für illegal. Zwei Jahre später fällte eine andere Kammer des Regionalgerichts in einem anderen Verfahren überraschenderweise ein entgegengesetztes Urteil. Die Madrider Richter entschieden nun, dass es das zweite Urteil nicht hätte geben dürfen. Die Kammer sei für den Fall nicht zuständig gewesen.

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