Breites Engagement für den Single European Sky

Neuer Anlauf aus der Branche – und die Politik sendet positive Signale.

Es gibt wieder einmal einen Anlauf für den Single European Sky (SES): Luftfahrt-Organisationen aus ganz Europa haben sich zu einer gemeinsamen Erklärung zusammengefunden und versprechen darin, am SES mitzuarbeiten. Und gemeinsam fordern sie, dass die seit 2013 blockierte Neuregulierung des SES vorangetrieben werde.

Zu den Unterzeichnern des Papiers gehören Airline-Verbände wie die Iata und Airlines for Europe (A4E), der Airport-Verband ACI, der Zusammenschluss der Flugsicherungsorganisationen und der Fluglotsen. Um den Luftverkehr für die nächsten Jahrzehnte nachhaltig, effizient und umweltfreundlich zu gestalten, sei eine rasche Transformation erforderlich. «Gemeinsam sind wir bereit, mit den politischen Entscheidungsträgern der EU und den Mitgliedstaaten zusammenzuarbeiten, um den Single European Sky umzusetzen, den die Europäer verdienen. Es ist an der Zeit, im Interesse der Reisenden und unserer Umwelt das Richtige zu tun», sagte etwa der A4E-Geschäftsführer Thomas Reynaert.

Der einheitliche europäische Luftraum wird seit den späten 1990er Jahren diskutiert, ist aber noch immer nicht Realität geworden. Bisher verhinderten nationale Widerstände den Fortschritt des Projekts. Jetzt stehen die politischen Zeichen indes besser als auch schon: Sowohl Finnland, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft führt, als auch Kroatien und Deutschland, die nachfolgen werden, haben Unterstützung signalisiert. Die Luftfahrtbranche hofft darum, der Single European Sky könnte schon 2020 umgesetzt werden. (TI)

 

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