Edelweiss wird «mindestens» das Vorjahresergebnis halten

Edelweiss-Chef Bernd Bauer äussert sich zum Geschäftsgang.

Edelweiss-Chef Bernd Bauer zeigt sich zufrieden mit den neuen Strecken und der Erweiterung des Streckennetzes in den vergangenen Monaten. In einem Interview mit der «Handelszeitung» blickt er auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Der Sitzladefaktor habe gesteigert werden können, auf den neuen Fernstrecken nach Buenos Aires liege die Auslastung bei 80%, nach Colombo bei über 90%. Beim neuen Ziel Ho Chi Minh City (Saigon) in Vietnam allerdings will Bauer mit dem Ziel, mehr Erlöse pro Ticket zu erzielen, noch an der Stellschraube der Preise drehen. Aber: «Wir haben uns gute Strecken ausgesucht.»

Kein Interesse am Akquisitionsgeschäft um Germania

Der Chef des Schweizer Ferienfliegers sieht die Airline auf dem richtigen Weg. «Wir sind gut im Plan. Edelweiss rentiert sich sehr gut.» Er will sich auch nicht an einem Akquisitionsgeschäft um Germania beteiligen. «Wir haben unsere eigenen Pläne, die wir umsetzen», so Bauer. Er geht davon aus, dass Edelweiss mindestens das Vorjahresergebnis halten kann. Eine Basis liegt für Bauer auch in der «fairen Zusammenarbeit» mit Tour Operaters und Reisebüros. Auch nach der Pleite von Air Berlin habe Edelweiss die Preise gehalten. Bei passender Nachfrage sei es möglich, mit der gleichen Preisstruktur zu arbeiten.

Eine Wiederholung der schwierigen Situation von 2018 mit Air Berlin und Streiks befürchtet er nicht, der Flugplan sei stabil aufgebaut und ein neues Flugzeug werde ab April als Reserve bereitgestellt. Die Maschinen der Flotte sollen bis mindestens 2022 im Einsatz sein, von der Swiss übernommene Flugzeuge würden komplett umgebaut. Die Maschinen müssten auf den richtigen Strecken eingesetzt werden, ein A320neo auf die Kapverden oder ein A340 nach Buenos Aires. (TI)

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