«Selbstsüchtig»: Ryanair kritisiert Fluglotsen-Streik

Die wiederholte Arbeitsniederlegung der Lotsen in Frankreich führt bis morgen zu Ausfällen im Flugverkehr.
Ryanair

Wegen eines Fluglotsenstreiks kommt es in Frankreich derzeit wieder zu zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen. Gemäss verschiedenen Medienberichten sind in Paris-Orly gestern rund 50% der Flüge ausgefallen, am Flughafen Charles-de-Gaulle waren zirka 40% der Flüge verspätet. Mit Beeinträchtigungen muss bis morgen Dienstag gerechnet werden.

Ryanair äusserte sich einmal mehr in einer Stellungnahme zum Streik und verurteilte darin die «selbstsüchtigen Handlungen der französischen Fluglotsen-Gewerkschaften». Mit ihrem 42. Streik seit 2009 seien sie einmal mehr für die Streichung Hunderter Flüge und für Verspätungen in ganz Europa verantwortlich. Auch Ryanair musste wegen dem Ausstand eine Reihe von Flügen streichen. Man entschuldige sich bei den Kunden, «die von den ungerechtfertigten Handlungen der französischen Fluglotsen, welche weiterhin die europäischen Kunden erpressen, betroffen sind.»

Der irische Low Cost Carrier fordert mit der Petition «Keep Europe’s Skies Open» gar das Europäische Parlament und die Europäische Kommission dazu auf, den Fluglotsen-Gewerkschaften entweder das Recht auf Streiks zu entziehen, oder anderen europäischen Flugsicherungen zu erlauben, während Streiks Flüge über den französischen Luftraum zu regeln.

Zum 48-stündigen Streik hatte die drittgrösste Fluglotsengewerkschaft Frankreichs, Unsa-Icna, aufgerufen. Mit der Arbeitsniederlegung protestiert sie gegen Pläne für einen beschleunigten Stellenabbau in diesem Jahr sowie gegen mangelnde Investitionen bei der Flugkontrolle.