Verkaufsstopp bei Helvetic Assistance

Mehr Stornos als Verkäufe wegen der Corona-Krise.
Andy Keller, Chef Helvetic Assistance. ©TI

Helvetic Assistance verkauft ab dem 1. Juli keine Versicherungen mehr. Grund sind die massiven Geldabflüsse in der Corona-Krise, wie Andy Keller, Chef des Reiseversicherungs-Brokers gebenüber TRAVEL INSIDE erklärt: «Auf einen Neuabschluss kommen derzeit fünf Stornos.» Deshalb würden die Kosten auf das Minimum heruntergefahren und die Verkaufsaktivitäten komplett eingestellt.

Die Liquidität der Firma sei gesichert, und die bestehenden Versicherungen weiterhin betreut, so Keller. Das Problem sei, dass im Zuge der flächendeckenden Verschiebungen von Reisen auch die Reiseversicherungen verschoben oder annulliert würden, und zwar sowohl Einzelversicherungen als auch Jahresversicherungen. Helvetic Assistance hatte eine Gratis-Storno- bzw. Umbuchungsmöglichkeit angeboten, wenn die Reise wegen Covid-19 verschoben wird.

Betroffen von dem Verkaufsstopp sind sämtliche Versicherungsprodukte der Helvetic Assistance, auch die Airline-Insolvenzversicherung. In zwei bis drei Monaten, so hofft Keller, werde der Verkauf wieder gestartet. Bis Ende Jahr rechnet Keller mit 20 bis 30% des vorherigen Umsatzes. «Und auch 2021 wird es schwierig bleiben.» (TI)